Das Wort Saphir leitet sich vom griechischen Wort sappheiros „blau“ ab. Jedoch gibt es den Saphir nicht nur in blauer Variante. Genau wie sein „Bruder“ der Rubin zählt der Saphir ebenfalls zur Mineralien-Familie der Korunde. Dabei werden alle farblosen und bunten Varietäten zu den Saphiren gezählt, nur die roten Rubine nicht. Im engeren Sinne sind allerdings unter dem Begriff Saphir die blauen Edelsteine zusammengefasst. Die Farben des blauen Saphirs reichen von himmelblau bis zu einem schwärzlichen dunkelblau. Das „Kornblumenblau“ und das „Königsblau“ sind dabei die begehrtesten Farbschattierungen. Je nach Lichteinfall können sie im Farbton variieren. Genau wie der Rubin besitzt der Saphir eine Mohshärte von neun und ist damit nur einen Härtegrad vom Diamanten (Härtegrad 10) entfernt. Der Saphir besteht aus Aluminiumoxid, wobei die Beifügung von verschiedenen Elementen (Titan, Eisen, Vanadium oder Chrom) für eine bestimmte Farbe des Edelsteins sorgt. Ein Saphir kann dadurch zum Beispiel rosa, gelb, grün, orange oder violett schimmern.
Die Fundorte beziehungsweise Lagerstätten von Saphiren sind Sri Lanka, Indien, Burma, Thailand, Nigeria sowie Australien und den USA. Besonders hochwertige Steine finden sich auf Madagaskar. Saphire werden mehrheitlich zu Schmucksteinen verarbeitet. Dabei erhalten klare, qualitativ hochwertige Steine einen Facettenschliff und undurchsichtige Steine einen Cabochonschliff. Klassische Verlobungsringe wurden zeitweilig mit blauen Saphiren hergestellt, da blau als die Farbe der Treue galt.
Der größte jemals geschliffene Saphir ist der „Stern von Indien“. Er hat ein Gewicht von 563,35 Karat und einen Durchmesser von 4 cm Der Sternsaphir wurde in Sri Lanka gefunden und ist etwa 2 Milliarden Jahre alt. Der blaue Edelstein wurde 1901 durch den US-amerikanischen Unternehmer und Bankier John Pierpont Morgan an das American Museum of Natural History übereignet und kann dort besichtigt werden.
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